NARRENZUNFT
GEISLINGEN

„Pelzrutscher“

Der „Pelzrutscher“ hat der Sage nach früher im Geislinger Schloss als kettenrasselndes, zottiges Ungeheuer sein Unwesen getrieben und die bösen Geister aus dem Schloss vertrieben. Der Pelz an der Maske steht für das „Zottige“, die Schreckmaske mit zwei Stoßzähnen und einem Ziegen- oder Wildfell als Kopf- und Schultertuch für das „Ungeheuer“. Die Glocken, an Ketten hängend, symbolisieren das „Kettengerassel“. Das Häs selbst stellt mit den rotweißen Zacken das Geislinger Wappen dar.

„Spandale“

Das Gegenstück zum furchterregenden, zottigen Pelzrutscher ist die Glattlarve des „Spandale“. So werden die Geislinger auch von ihren umliegenden Nachbarn im Volksmund genannt und Geislingen heißt daher auch zur Fasnetszeit „Spandalusien“. Die Larve des Spandale kann ernst, heiter oder spöttisch sein. Als Kopfputz dient ein Kopftuch mit einer daran befestigten Sandale. Eine aus Hanf bestehende Haarattrappe umrahmt die Maske, ausgeschmückt mit bunten Bändern und Perlen.

Die Jacke ist mit dem Stadtwappen oder alten Motiven aus Geislingen bemalt, die Hose mit Tier- oder Menschenmotiven aus Altgeislingen.

"Der Zimmerer"

Schon in den Anfängen der Narrenzunft Geislingen wurde durch Geislinger Zimmerleut und dem Zunftrat der NZG ein Narrenbaum bei der Kirche in alter, traditioneller Weise aufgestellt. Später wurde dies von der Stadt Geislingen mit Baufahrzeugen am Schloss durchgeführt.
Erstmals im Jubiläumsjahr 2000 wurde der Baum wieder von Hand durch die Zimmergilde Orsingen aufgestellt. In den Jahren danach übernahmen das wieder junge Zimmererburschen aus der Gesamtstadt Geislingen und Umgebung.

Im Jahre 2006 beschloss die Narrenzunft Geislingen der Zimmmerertruppe ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben und diese auch in die Narrenzunft Geislingen mit einzugliedern und auch auf Umzügen mitwirken zu lassen.
Der Zimmerer trägt seine Zimmerertracht mit einem Hut mit Federn, an denen der Stand innerhalb der Gilde zu erkennen ist. Ein Halstuch mit dem eigens für die Zimmerer entworfenen Wappen, das ein Fässchen mit dem Geislinger Stadtwappen zusammenhält, ziert den Zimmerer. An den Westen und Jacken ist das Wappen der NZG angebracht.

"Das Schopflaweible"

Da Geislingen von jeher im Besitz eines Adelsgeschlechts war, arbeiteten viele im Dienste der Herrschaft. Sie bewohnten kleine Gesindehäuser und hatten keinerlei Grundbesitz. Deshalb waren vor allem die alten alleinstehenden Frauen gezwungen, Äste, Reisig sowie Tannenzapfen als Brennmaterial für den Winter zu sammeln. Daher machten sich fast täglich ein paar alte Geislinger Weible auf, um im Gewann Schopflen in Geislingen kleinere Holzreste als Brennholz für den Winter zu sammeln.

Diese Schopflaweible waren aufgrund ihres Alters gezeichnet von der harten Arbeit und wirkten teils beängstigend. Daher wurde den Geislinger Kinder oft gedroht: „wenn da idda guad duascht holled de s`Schopflaweible“.

Die Maske
Die Maske stellt eine alte von der harten Arbeit gezeichnete Frau dar, die aber durchaus freundliche Gesichtszüge haben darf. An der Maske sind Pferdehaare (von der Mähne) als Haaratrappe angebracht. Darüber trägt das Schopflenweible ein dunkelbraunes Kopftuch aus Leinenstoff.

Das Häs
Sämtliche Stoffe sind Leinenstoffe wie sie in der damaligen Zeit von der einfachen Bevölkerung getragen wurden. Das Oberteil hat die Farbe beige, der Rock und das Kopftuch haben die Farbe erdbraun. An den Ärmeln des Oberteils ist das Wappen der Stadt Geislingen eingearbeitet, das gleichzeitig eine Anlehnung an die Hauptfigur der Geislinger Fasnet den Pelzrutscher sein soll. Ebenso trägt das Schopflenweible eine Ziegenfelltasche als Anlehnung an den Kopfputz des Pelzrutschers.
Die Schürze ist eine weisse Leinenschürze die mit Motiven vom Geislinger Wasserschloss sowie einem Teil des Schopflenwaldes bemalt ist.
Unter dem Oberteil wird ein Schwarzer Rollkragenpulli getragen, sowie schwarze Strickhandschuhe und schwarze Lederstiefel.

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Matthias Killmayer

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Matthias Killmayer
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