Der Zimmerner „Burgnarr“

Ein Meilenstein in der Geschichte der Zimmerner Fasnet ist sicher im Jahre 1974 zu finden: Eine eigene, ortsbezogene Narrenfigur wurde geschaffen. Grundlage waren Überlieferungen, die auf ein ehemaliges Rittergut in Zimmern hinweisen.

Der Zimmerner Burgnarr, ein Weißnarr, trägt eine Burg auf dem Kopf, die den Ortsnamen Zimmern unter der Burg symbolisieren soll. Die aufgemalten Ritterfiguren auf den Hosenbeinen kennzeichnen die früheren Burgherren der Ritterburg in Zimmern. Die blaue Samtschleife am Larventuch wurde vom Aufzug der Höflinge übernommen. Ferner ist das Wappen der Zimmerner zu sehen: Die aus dem roten Feld ins silbergraue Oberteil hineinstechen-den Zacken waren das Zeichen des Grafen von Sulz, dem einstigen Besitzer des Rittergutes in Zimmern.

Die an der Seite des Larventuches aufgemalten Sonnenblumen, sowie die Sonne auf dem Rücken des Narrenkleides künden den herannahenden Frühling an.

In der Hand hält der Narr einen Korb mit Süßigkeiten und einen Stecken, der den Spitznamen der Zimmerner, den „Zimmerner Stecken“ trägt.

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